Die Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges musste eine sehr fruchtbare sein. In Großbritanien wurde die Bildung, welche als wirtschaftlicher Stabilisator galt, angekurbelt, so das auch die Arbeiterklassen auf die Uni konnte. Durch diese Öffnung vermischten sich Arbeiterklasse mit der damaligen Elite als auch ausländische (aus den Kolonien) mit innländischen Studenten. Die Literaturerziehung, „English Studies„,  war schon früher ein zentrales Fach und sollte nun im Sprachenwirrwarr (verschiedene Dialekte aber auch verschiedene Sprachen aus den Kolonien) eine Einheit bilden. Die englische Sprache war und ist sehr wichtig für die Englische Kultur.

Hieraus entstand, stark unter dem Einfluß des close reading´s, die klassischen Cultural Studies. Close Readig ist eine Lesetechnik, die besonderen Wert auf genaues Erfassen des Textes Wert legt. So schaffte (laut wikipedia) Jaques Derrida eine Interpretation des Wortes „yes“ in James Joyce´s Ulysses eine 80-seitige Abhandlung.  Aber das nur am Rande bemerkt.

Als „Gründungsväter“ der CS stehen

  • Richard Hoggarts (The Uses of Literacy, 1957), welcher stark auf die „lived expirence“ Wert legt und auch die CCCS gründete;
  • Raymond Williams (Culture and Society, 1958; The Long Revolution, 1961), welcher den schlagkräftigen Satz „culture is the hole way of live“ als Definition seiner Auffassung des Kulturbegriffs einführte;
  • E. P. Thompson (The Making of the English Working Class, 1961), welcher Kultur als Klassenkampf wahrnimmt: „culture is a whole way of struggle

Die CCCS (Centre for Contemporary Cultural Studies) wurde 1964 in Birmingham von Hoggarts gegründet. 1968 übernahm Stuart Hall den Rektorenplatz ein. In den 80er Jahren wurde der Zweig mit der Soziologie zusammen gelegt, welches unter anderem die Neuorientierung der Wissenschaft (in Richtung Gesellschaft) dokumentiert. 2002 wurde sie aufgrund schlechter Bewertungen bei einer Generalüberprüfung (welche ungeeignet für diese Studienrichtung ist, zB. sollten Journals überprüft werden, die es aber aufgrund der interdisziplinärität nicht gab) geschlossen.

Die CCCS deckte die mugging crisis auf, bei welcher die Polizei bewusste Panikmache wegen Taschendieben verursachte.
Zwar war sie immer stark Links eingestellt, folgte aber trotzdem nicht der Sowjetunion in den (Schein-) Marxismus, sondern dem Neo-Marxismus.

Seit 1900 gibt es auch in den USA eine Cultural Studies -American CS-, welche sozuasgen die direkte Nachfolge der british CS ist.



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